In den letzten Jahren setzte ich mich immer wieder einmal mit der urbanen Landschaft auseinander – von gegenständlich und abstrak, mit verschiedenen Maltmaterialien, aber auch von der Zeichnung über das Aquarell und die Gouache bis hin zu Übermalung und Collage.

In der heutigen Wahrnehmung sind für viele Menschen ehemals kleine Dörfer, romantische Orte und Siedlungen inzwischen zu einer städtischen Landschaft“ zusammengewachsen – häufig austauschbare und monotone Schlafsiedlungen, manchmal aber auch ganz individuell und charakteristisch. Sie entsprechen aber nicht mehr dem Ideal der Renaissance von der sog. „schöne Landschaft“, bzw. der romantische Bildvorstellung von „der idyllischen Landschaft“ als Rückzugsort. Diese Idee war spätestens mit Beginn der Mechanisierung und industriellen Verstädterung ab dem 19. Jhd. obsolet geworden. 

Im Laufe der Zeit bzw. der fortschreitenden Industriealisierung konnten mit dem Nebeneinander der verschiedensten Baustrukturen, wie auch mit dem Rythmus der Glas- und Fensterflächen, mit verblassten oder grellen Fassadenfarben und den wildesten Dachformen, wiederum auch ganz neue „Landschaften“ entstehen. Die jetzt künstlich erschaffene Landschaft – bzw. die uns alltäglich umgebende urbane Landschaft – hat inzwischen ihre ganz eigene Schönheit bekommen, man muss nur manchmal anders hinschauen.

Unabhängig davon ob es Aufenthalte in Frankfurt, Madrid, Paris bzw. in einem kleinen Dorf oder Industriestandort war: mit der bildnerischen Umsetzung der typisch städtischen Formen, Farben und Strukturen entstanden so in den letzten Jahren meine „Urban Landscapes“.